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By Klaus Fäßler

Die betriebliche Mitbestimmung der Arbeitnehmer ist eine in der Bundes republik Deutschland seit Jahrzehnten lebhaft diskutierte gesellschaftspoliti sche Frage. In jungster Zeit werden erneut Forderungen nach einer Erwei terung bzw. Umgestaltung der bestehenden Mitbestimmungsordnung laut. Dabei handelt es sich weitgehend um politische Probleme, um Interessen und Zielsetzungen der an der Unternehmung als sozialem Gebilde interessierten Personen bzw. Gruppen. Angesichts dieses Sachverhalts scheinen vor allem Disziplinen wie die Politik wissenschaft, die Soziologie, die Religionsphilosophie und die Rechtswissen schaft zu Stellungnahmen zum Mitbestimmungsproblem aufgerufen. Aber auch die Forderung nach Beitragen der Betriebswirtschaftslehre ist von der Sache her begrundet, beruhrt die Mitbestimmung doch unmittelbar die Struktur der Entscheidungs-und Herrschaftsgewalt in den Unternehmungen. Eine wissenschaftliche examine des Mitbestimmungsproblems hat dem Krite rium der Neutralitat zu genugen. Sie soll frei von ideologischer Farbung die politische Auseinandersetzung objektivieren. Eine erfolgversprechende be triebswirtschaftliche Untersuchung der Mitbestimmungsfrage ist jedoch an bestimmte Voraussetzungen gebunden. Eine dieser Voraussetzungen bildet die Entwicklung eines Unternehmungs modells, welches das notwendige begriffliche und theoretische Instrumenta rium fur die betriebswirtschaftliche Mitbestimmungsdiskussion liefert. In der vorliegenden Untersuchung wird der Versuch unternommen, einen fur diesen Zweck geeigneten theoretischen Bezugsrahmen zu entwerfen. Am Ende der Arbeit steht daher als "Losung" ein "Projektionsmodell" fur die Mitbestim mungsdiskussion (das politische procedure der Unternehmung), nicht dagegen eine konkrete Empfehlung zur Gestaltung der Mitbestimmungsfrage. Will die praktisch-normative Betriebswirtschaftslehre bei der gesetzgeberischen Lo sung des Mitbestimmungsproblems konkrete Empfehlungen zur Gestaltung der Machtverteilung zwischen den an der Unternehmung beteiligten Inter essengruppen abgeben, so lauft sie m. E.

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Nationale Identität und Staatsbürgerschaft in den USA: Der Kampf um Einwanderung, Bürgerrechte und Bildung in einer multikulturellen Gesellschaft

Das Buch zeigt am Beispiel der united states, wie nationale Indentität in politischen und gesellschaftlichen Diskursen konstruiert wird, welche konkreten Konzeptionen von Staatsbürgerschaft sich in ihnen abbilden und wie sich diese in spezifischen Gesetzen materialisieren. Mit der konsequenten historischen Kontextualisierung der Diskurse um nationale Identität und Staatsbürgerschaft verfolgen die Autoren die Absicht, die zum Teil redundant gewordene theoretische Diskussion um Begriff und Konzeption der Staatsbürgerschaft (citizenship) aufzubrechen.

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S. 54. 36 March, J. G. und Simon, H. , Organizations, 7. 84. 37) Vgl. , Das ZIelsystem der Unternehmung, a. a. , S. , Soziologie der Organisation, Hamburg 1963, S. 43 ff. "Daß ein System zielgerichtet ist, d. h. , a. a. , S. 43). , SoziOlogie der Organisation, a. a. , S. 55. Auf die Möglichkeiten einer Typologie von Organisationen und auf die Probleme, die dieser entgegenstehen, weist Mayntz hin: "Jedes Merkmal, durch das Organisationen sich unterscheiden, stellt gleichsam eine Dimension in einem vieldimensionalen Koordinatensystem dar.

A. , S. , Short Essay on a ManagerlaI Theory of the Firm, In: Linear Programming and the Theory of the Firm, Hrsg. K. E. Boulding und W. A. Spivey, New York 1960, S. 20 ff. Das Mitbestimmungsproblem in organisationalen Modellen 47 sphäre" der Betriebswirtschaft als Umwelt des "decision-maker" definiert. Danach ist die externe von der "organisatorischen Umwelt" (organizational environment) zu trennen. Die Umwelt stellt dabei kein unverrückbares Datum dar. Der "decision-maker" kann auf sie einen Einfluß ausüben, so z.

Bei ihm herrscht Autonomie sowohl nach "außen" als auch nach "innen", d. h. neben das Autonomieprinzip tritt das Prinzip der Alleinbestimmung. Ein drittes Zentrum betrieblicher Willensbildung entwickelt sich dann, wenn sich entsprechend dem Prinzip der Mitbestimmung vom Faktor Arbeit her ein Einfluß auf unternehmerische Entscheidungen ableitet. Das Prinzip der Mitbestimmung modifiziert den reinen liberalistisch-kapitalistischen Betriebstyp. Es führt dazu, daß der Ausschließlichkeitsanspruch, der in dem Alleinbestimmungsrecht der durch Eigentum oder Auftrag durch die Anteilseigner Legitimierten zum Ausdruck kommt, aufgehoben wird.

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