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By Rupert Schreiber

1. Aufgabenstellung Die Allgemeine Rechtslehre, wie sle 1m folgenden entwim.elt wird, hat sich zur Aufgabe gesetzt, eine Einfiihrung in eine wis senschaftliche Rechtswissenschaft zu geben. Gegenstand aller rechtswissenschaftlichen Disziplinen ist die Erforschung bestimmter Rechtsordnungen oder Teile davon. Da Rechtsordnungen nur durch Normensysteme abgebildet werden konnen, hangt der Zugang zu allen Rechtsordnungen - den realisierten und gedachten - von der Kenntnis der Lehre von den Normensystemen abo Die vorliegende Allgemeine Rechts lehre ist deshalb konsequenterweise die Lehre von den Normen systemen. 2. Gliederung Als erstes wird eine kurze Darstellung des Gegenstandes der Allgemeinen Rechtslehre gegeben: die Rechtsordnungen. Daran schliefit sich der engere Gegenstandsbereich der Allgemeinen Rechtslehre: die Systeme von Rechtsnormen. Zunachst wird der Aufbau von Normensystemen entwim.elt. Hier werden die einzelnen Satzarten entwim.elt, die notwendig und hinreichend sind, um ein Normensystem zu formulieren, und schliefilich wird die Systembildung aus diesen Satzarten selbst dargestellt. Sodann werden die Verwendungsmoglichkeiten von Nor mensystemen untersucht. Mit der Darstellung der in der Rechts- 1 wirklichkeit vorkommenden Verwendungsarten wird gleichzei tig die Trennung unterschiedlicher Schichten komplexer Rechts ordnungen ermoglicht. Es folgt die Untersuchung einer Reihe wichtiger Eigenschaf ten von Normensystemen mit dem Zweck, die Konstruktion und die examine leistungsfahiger Normensysteme zu ermog lichen. Schliemich werden die Ideologien definiert, ihre Erschei nungsformen aufgezeigt, ihre Auswirkungen analysiert und Moglichkeiten ihrer Auflosung entwickelt."

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Der Haupt:" same zu dienen bestimmt sind und zu ihr in einem dieser Bestimmung entspremenden raumlichen Verhaltnisse stehen ... " (§ 98 BGB). An diesem BeispiellaBt sich ersehen, daB eine Aufnahme der Definitionen in die Redttsnorm diese untibersichtlim und smwer verstandlim mamen wtirde. Die Ersetzung von A durch A' verandert nicht den Sinngehalt eines Textes. Durm Definition kann kein Gehalt, kann keine Information hinzugewonnen werden. Dies ergibt sim smon daraus, daB Definitionen Spramregeln sind, die etwas tiber die Verwendung der Spramzeimen, jedom nimts tiber die abzuhildende Wirklichkeit aussagen.

Hier wird die Definition eines Begriffes gegeben, der in der Alltagssprache einen weiteren Sinnumfang hat. Die von dem sonstigen Sprachgebrauch abweichende Begriffsbildung wird dabei auf den Geltungsbereich des Gesetzes eingeschrankt. »Wer zum Schadensersatz verpflichtet ist, hat den Zustand herzusteIlen, der bestehen wiirde, wenn der zum Ersatze ver26 pflichtende Umstand nicht eingetreten ware" (§ 249, 1 BGB). Die Definition ist aufwendiger als erforderlich, indem sie den Begriff der Verpfliehtung zum Schadensersatz mitschleppt, ist dafiir aber vielleicht anschaulicher.

V. Der Deduktionszusammenhang 1. SchluBregel Die SchluBregellaBt sich wie folgt formulieren: Gehoren die Satze p und p ~ q zu einem System, so gehort auch der Satz q zu diesem System. Hierbei wurde der Systembegriff zugrunde gelegt, urn die SchluBregel auf beliebige Arten von Satzsystemen anwenden zu konnen. 2. Anwendung auf deskriptive Satze Auf die deskriptive Sprache angewandt, lautet die SchluBregel: 1st p und p ~ q wahr, so ist auch q wahr. 35 Mit dem Systembegriff formuliert: Gehoren p und p -+ q einem System wahrer Satze an, so gehort ihm aum q an.

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